Kameras & Bildaufnahme

Hardware-Triggerverzögerung und Jitter messen

Messen Sie Trigger bis Belichtung getrennt von der Bildankunft. Empfangszeit enthält Auslesen, Übertragung und Betriebssystemplanung.

Muster zur technischen Bewertung senden
Hardware-Triggerverzögerung und Jitter messen — Technische Illustration, kein Foto einer validierten Deyi-Anlage.
Technische Illustration, kein Foto einer validierten Deyi-Anlage.

Was der Test klärt

Messen Sie Trigger bis Belichtung getrennt von der Bildankunft. Empfangszeit enthält Auslesen, Übertragung und Betriebssystemplanung.

Dies ist ein herstellerneutraler Inbetriebnahmetest. Prüfen Sie vor Änderungen das Handbuch des konkreten Kamera-, Objektiv-, Sensor- oder Steuerungsmodells. Die Zahlen sind hypothetische Rechenwerte, keine Messungen von Deyi Vision und keine Produktspezifikation.

Betriebliche Voraussetzungen

Ein dokumentierter Zeitausgang oder optisch validierter Ersatz ist erforderlich. Spannung, Polarität und Ausgangsverzögerung prüfen; der Ausgang ist nur ein Zeitproxy.

Triggerannahme, Belichtungsbeginn und Softwareankunft getrennt definieren. Gemessen werden elektrische Flanken und gegebenenfalls ein dokumentierter Belichtungsproxy. Ohne belegte Beziehung ist das keine direkte Sensormessung. Unterstützte Triggerrate verwenden; Busy-Ereignisse nur dann aus der Latenzverteilung ausschließen, wenn sie gesondert als fehlgeschlagene Aufnahmen gezählt werden.

Prüfstand und Aufzeichnungen

Oszilloskop, geeignete Tastköpfe, sichere Pulsquelle und Modellhandbuch verwenden. Triggerart, Entprellung, Verzögerung, ROI, Belichtung und Kantendefinition speichern.

Eingangsspannung, Polarität, Bezugspotenzial und Ausgangslast vor dem Oszilloskopanschluss prüfen. Nur einen dokumentierten belichtungsbezogenen Ausgang wählen; fehlt er, den Proxy als nicht verfügbar melden. Messpunkte, Verkabelung, Flankenschwelle, Oszilloskopparameter, Aktivierung, Entprellung und Verzögerung erfassen. Konfiguration sichern, um Einstellungsänderungen der Verteilung zuzuordnen.

Test durchführen

  1. Unterstützte Eingangsflanke und Zeitausgang nach Modellhandbuch einstellen.
  2. Kameraeingang und Belichtungsausgang messen; bekannte Tastkopfabweichung korrigieren.
  3. 1000 Flankenpaare langsam erfassen, dann bei höchster geplanter Rate wiederholen.
  4. Mittelwert, Minimum, Maximum und fehlende Ereignisse berechnen; nach Neustart und unter Hostlast wiederholen.

Ein- und Ausgang auf gemeinsamer Zeitbasis aufnehmen und die aktive Flanke stets mit gleicher Schwelle auswerten. Rohtraces der kleinsten, größten und auffälligen Werte erhalten. Nach dem Generatorversuch mit Produktionssteuerung und Verkabelung wiederholen; Unterschiede zeigen Beiträge, die der reine Kameratest nicht erfasst.

Hypothetisches Arbeitsblatt

Hypothetische Ausgangsverzögerungen von 39–47 µs ergeben 42 µs Mittelwert und 8 µs Spitze-Spitze-Jitter. Bei 500 mm/s entsprechen 47 µs einem Weg von 23.5 µm. Die Ausgangsverzögerung bleibt zu berücksichtigen.

L_i = exposure_output_edge_i - trigger_input_edge_i
mean(L) = 42 us; min(L) = 39 us; max(L) = 47 us
peak_to_peak_jitter = 47 - 39 = 8 us
Hypothetisches Arbeitsblatt; ersetzen Sie alle Eingaben durch eigene protokollierte Werte.
GrößeHypothetischer WertBedeutung
Mittlere Proxy-Zeit42 µsHypothetische 1000 Ereignisse
Spitze-Spitze-Jitter8 µsMaximum minus Minimum
Weg bei Maximalzeit23.5 µm500 mm/s × 47 µs

Spannweite beschreibt beobachtete Streuung, Maximum den möglichen Weg bis zum gemessenen Proxy. Beides ist keine garantierte Grenzspezifikation. Konstante Verzögerung kann kompensierbar sein, Jitter bleibt. Positionsbezug dokumentieren und Kompensation unabhängig am bewegten Ziel prüfen; unkompensierte Originaldaten behalten.

Prüfablauf

Prüfablauf

Eingang und Belichtungsausgang mit derselben Zeitbasis messen; Bildankunft folgt später.

  1. Eingang
  2. Belichtungsproxy
  3. Auslesen
  4. Ankunft
Eingang und Belichtungsausgang mit derselben Zeitbasis messen; Bildankunft folgt später. Schematische Darstellung; Abstände sind nicht maßstabsgetreu.
Diagramm in voller Größe anzeigen

Nachweise interpretieren

Nachweise interpretieren

I/O prüfen, Flankenpaare erfassen und die Verteilung statt eines Einzelbildes bewerten.

  1. I/O prüfen
  2. Flankenpaare
  3. Verteilung
  4. Grenze
I/O prüfen, Flankenpaare erfassen und die Verteilung statt eines Einzelbildes bewerten. Schematische Darstellung; Abstände sind nicht maßstabsgetreu.
Diagramm in voller Größe anzeigen

Zeitfolge vom Steuerungsimpuls über Annahme und Belichtung zum Ausgang verfolgen. Ausgangsverzögerung kann den Mittelwert verschieben, ohne den Sensor zu verändern. Nur gleiche Messpunkte und Ausgangsfunktionen vergleichen. Nicht dokumentierte Zwischenbeiträge offenlassen und keine angenommenen Verzögerungen abziehen, um scheinbar exakte Sensorlatenz zu erzeugen.

Fehlersuche

  • Konstanter Zusatzversatz kann aus Triggerverzögerung oder Entprellung stammen.
  • Fehlende Ereignisse bei hoher Rate können fehlende Aufnahmebereitschaft zeigen; Entprellung nicht ungeprüft reduzieren.

Fehlende Pulse zunächst auf Bereitschaft oder Busy prüfen. Mehrere Verzögerungsgruppen anhand zugehöriger Traces auf Steuerungsfolge, Entprellung oder Messschwelle untersuchen. Starke Schwellenabhängigkeit deutet auf Flankenform oder Rauschen. Beleuchtungsantwort separat mit synchroner Photodiode prüfen; optisches Licht ist keine elektrische Kameraausgangsflanke.

Abnahme und Übergabe

Grenzen für höchste Verzögerung und Jitter aus erlaubtem Positionsfehler ableiten. Ereigniszahl, Scope-Daten und Proxy-Annahmen dokumentieren.

Archivieren Sie Rohdaten, Einstellungen, Musterkennungen und Entscheidungsgrenzen gemeinsam. Besprechen Sie die dokumentierten Anforderungen mit Deyi Vision anhand der verlinkten Produkt- und Vorbereitungshinweise.

Grenzen für Trigger-zu-Ausgang, Aufnahmeerfolg und Positionsfehler gesondert anwenden. Neue Messpaare mit Produktionsverdrahtung und höchster geplanter Aufnahmelast erfassen; nicht angenommene Trigger und Lücken mitmelden. Den gemessenen Ausgang, seinen Bezug zur Belichtung und die Bedingungen jeder Positionskompensation bei Übergabe ausdrücklich benennen.

Quellen und technische Referenzen

Die Quellen erläutern Methoden und Grenzen dieser Anleitung. Beispielprüfungen dienen der Orientierung; die Produktionsabnahme benötigt Belege aus Ihren eigenen Mustern.

  1. Triggered Image AcquisitionBaslerGeprüft
  2. Acquisition Timing InformationBaslerGeprüft
  3. Line SourceBaslerGeprüft

Technische Bewertung

Prüfproblem und Bildbelege gemeinsam besprechen.

Senden Sie Musterbilder, den aktuellen Aufbau und den fehlgeschlagenen Prüfschritt. Sichtfeld, Arbeitsabstand, Liniengeschwindigkeit und Abnahmekriterien erleichtern die technische Bewertung.

Muster zur technischen Bewertung senden
Kontakt

Direkter RFQ-Kontakt

Mit einem Techniker über die Prüfaufgabe sprechen.

Teilen Sie Bauteil, Referenzmodell, Sichtfeld, Abstand und Taktzeit.

Ziel: Auswahlbrief innerhalb von 24h
Musterbilder prüfen lassen