Auswahlhilfen

Industriekameras: Vergleichsmodelle auswählen

Übersetzen Sie ein Datenblatt von Basler, Allied Vision, Baumer, IDS oder Teledyne in die vier Werte, die darüber entscheiden, ob eine andere Kamera passt: Sensorformat, Pixelgröße, Schnittstelle und Verschluss.

Vergleich der Datenblätter einer Industriekamera auf einem Bildverarbeitungstisch mit Objektiv und Kalibrierungsziel
Illustration zur Auswahlplanung; kein Nachweis einer Kundeninstallation, der Identität eines gelieferten Modells oder geprüfter Austauschbarkeit.

Kurzantwort

Industriekameras: Vergleichsmodelle auswählen

Beginnen Sie beim Vergleich einer Industriekamera nicht mit der Modellnummer. Entnehmen Sie dem vorhandenen Datenblatt vier Angaben: Sensorformat, Auflösung, Schnittstelle und Verschlusstyp. Das Sensorformat beeinflusst die Objektivabdeckung; Auflösung und aktive Sensorabmessungen bestimmen den Pixelabstand. Die Schnittstelle begrenzt den Datenpfad, der Verschluss beeinflusst Bewegungsartefakte. Diese vier Angaben identifizieren Kandidaten, belegen aber keine Austauschbarkeit. Prüfen Sie vor einem Austausch Optik, Trigger-Timing, Treiber, Montage und reale Muster.

Dieser Text wurde maschinengestützt übersetzt und nicht von einer Person sprachlich geprüft. Technische Bedingungen sind anhand realer Muster und der Quellen zu bestätigen. Englisches Original

Lokale Auswahlroute

Sensorformat, Auflösung, Schnittstelle und Verschluss identifizieren Kamerakandidaten. Prüfen Sie vor dem Austausch optische, mechanische und Software-Kompatibilität sowie die Ergebnisse eigener Mustertests; Modellnummern sind nicht herstellerübergreifend übertragbar.

Auswahlkontext

Die Pixelgröße ergibt sich aus der Auflösung und dem Sensorformat.

Vorbereitung der Anfrage

Modellnummern werden nicht herstellerübergreifend zugeordnet.

Wichtige Punkte

  • Das Sensorformat entscheidet darüber, ob das aktuelle Objektiv noch passt.
  • Die Pixelgröße ergibt sich aus der Auflösung und dem Sensorformat.
  • Modellnummern werden nicht herstellerübergreifend zugeordnet.

Auswahl und Vorgehen

Das Sensorformat kann einen Kamerawechsel verhindern.

Ein Objektiv erzeugt einen Bildkreis für eine bestimmte Sensorgröße. Bei einem größeren Sensor können die Bildecken dunkel oder unscharf werden; bei einem kleineren Sensor wird das Sichtfeld bei gleichem Arbeitsabstand enger. Prüfen Sie deshalb zuerst das Sensorformat: Davon hängt ab, ob die vorhandene Optik der Produktionslinie nach dem Wechsel weiterverwendet werden kann.

Die Pixelgröße ergibt sich aus zwei Zahlen, nicht aus einer.

Teilen Sie die aktive Sensorbreite in Millimetern durch die horizontale Pixelanzahl. Ein 2/3 inch-Sensor mit 5MP und ein 1 inch-Sensor mit 5MP haben zwar dieselbe Gesamtpixelzahl, aber unterschiedliche Pixelgrößen beziehungsweise Pixelabstände. Die Pixelgröße beeinflusst die bei einer gegebenen Belichtung erfasste Lichtmenge und damit auch Empfindlichkeit, Rauschen und Beleuchtungsbedarf. Sie bestimmt diese Eigenschaften jedoch nicht allein; weitere Sensoreigenschaften und die Aufnahmebedingungen spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Schnittstellenwahl hängt von Kabel und Host-Rechner ab.

GigE ermöglicht mit Standardkabeln 100 m und beansprucht vergleichsweise wenig Host-CPU; USB3 eignet sich für kurze, einfache Verbindungen. 10GigE und CoaXPress übertragen hohe Bildraten und benötigen einen leistungsfähigen Host. Wählen Sie die Schnittstelle nach Kabelweg, Bildrate und der verarbeitbaren Datenlast des Host-Rechners, nicht allein danach, was die bisherige Kamera verwendet.

Der Verschlusstyp entscheidet darüber, ob Bewegungen verschmiert werden.

Beim Rolling Shutter werden die Bildzeilen nacheinander belichtet. Bewegt sich das Teil dabei, kann es im Bild verzerrt erscheinen. Ob das relevant ist, hängt von Teilegeschwindigkeit und Belichtungszeit ab; beides lässt sich messen. Global Shutter vermeidet diese zeilenweise Bewegungsverzerrung, ist aber teurer.

Was ein Kameravergleich allein nicht belegt.

Übereinstimmende vier Angaben grenzen mögliche Kameras ein, belegen aber keine Austauschbarkeit. Sie zeigen nicht, ob die Beleuchtung den nötigen Kontrast erzeugt, das Objektiv das Merkmal auflöst oder die Vorrichtung das Teil stabil genug hält. Das muss mit den eigenen Mustern geprüft werden. Ein belastbarer Auswahlweg endet deshalb mit einer Musterprüfung und nicht allein mit einer Teilenummer.

Vorbereitung der Anfrage

  • Werkstück, Material und Oberfläche
  • Fehler-, Code-, Maß- oder Geometrieziel
  • Sichtfeld, Arbeitsabstand und Einbauraum
  • Liniengeschwindigkeit, Trigger und benötigter Ausgang
  • Referenzmodell, Musterbild oder Fehlerbeispiel

Häufige Auswahlfehler

  • Ein Modell wählen, bevor das Prüfziel messbar definiert ist.
  • Beleuchtung als Zubehör statt als Werkzeug für den Bildkontrast behandeln.
  • Vorrichtungsstabilität, Teilevariation und Wartung vernachlässigen.

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